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Phishing-Mails erkennen: Die 5 häufigsten Fallen im Praxisalltag

Die meisten erfolgreichen Angriffe auf Praxen beginnen nicht mit hochtechnischem Hacking, sondern mit einer ganz normalen E-Mail. Phishing – das Abgreifen von Zugangsdaten über gefälschte Nachrichten – funktioniert, weil es auf Stress und Routine im Praxisalltag setzt. Diese fünf Warnzeichen sollte jede im Team kennen.

1. Druck und Dringlichkeit

„Ihr Konto wird in 24 Stunden gesperrt!” Echte Stellen setzen Sie selten unter Zeitdruck. Eile soll verhindern, dass Sie nachdenken – genau dann sollten Sie misstrauisch werden.

2. Der Absender stimmt nicht ganz

Auf den ersten Blick wirkt die Adresse echt, im Detail nicht: vertauschte Buchstaben, eine fremde Domain nach dem @, ein angehängter Zusatz. Fahren Sie mit der Maus über den Absender, ohne zu klicken.

Bewegen Sie den Mauszeiger über einen Link (nicht klicken!) – unten im Programm erscheint das echte Ziel. Stimmt es nicht mit dem erwarteten Absender überein: Finger weg.

4. Unerwartete Anhänge

Eine Rechnung, die Sie nicht erwartet haben? Ein „Befund” als ZIP-Datei? Anhänge sind ein klassischer Träger für Schadsoftware. Im Zweifel nicht öffnen, sondern nachfragen.

5. Unpersönliche Anrede und holprige Sprache

„Sehr geehrter Kunde”, merkwürdige Formulierungen, Rechtschreibfehler – das sind klassische Hinweise. Achtung: Gut gemachte Phishing-Mails werden allerdings immer professioneller, auch ohne diese Fehler.

Was tun im Verdachtsfall?

  • Nicht klicken, nicht öffnen, nicht antworten.
  • Im Zweifel über einen bekannten Weg nachfragen (Telefonnummer von der offiziellen Website, nicht aus der Mail).
  • Verdächtige Mails melden und löschen – und das Team kurz informieren.

Das beste technische Schutzkonzept hilft wenig, wenn ein Klick alles aushebelt. Deshalb ist die Schulung des Teams ein fester Bestandteil meiner Beratung.


Mehr zum Thema sichere Abläufe und Schulung auf der Seite IT-Sicherheitsberatung.